Behandlung bei Endometriose

Die Endometriose ist eine oft verkannte Unterleibserkrankung junger und jüngerer Frauen. Dabei findet man Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter, meistens an den Organen des kleinen Beckens: Eierstöcken, Eileitern, Bauchfell, Außenfläche der Gebärmutter, Harnblasenwand, selten sogar in der Darmwand.

Diese „versprengten“ Schleimhautherde nehmen am Menstruationszyklus teil und verursachen durch eine chronische Reizreaktion – je nach Ausdehnung und Lokalisation – verschiedene Beschwerden:

  • krampfartige Regelschmerzen
  • unklare Unterbauchbeschwerden
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • schmerzhafte Darmentleerungen

Besonders wichtig zu erwähnen ist, dass eine Endometriose eine Ursache für ungewollte Kinderlosigkeit sein kann. Bei der Verschleppung der Krankheit oder durch inkonsequente Behandlung kommt es zum Fortschreiten Erkrankung. Folgen sind die Zunahme der genannten Beschwerden, aber auch die Schädigung von befallenen und benachbarten Organen. Verwachsungen, Vernarbungen und Funktionsstörungen machen die Behandlung noch komplizierter.

Diagnosesicherung

Deshalb gilt: Bei den genannten Beschwerden oder besonders bei ungewollter Kinderlosigkeit muss an Endometriose gedacht werden! Nur die Laparoskopie (Bauchspiegelung in Narkose) kann die Erkrankung sicher erkennen und gleichzeitig behandeln.

Behandlung

Ziel der Endometriosebehandlung ist die vollständige Entfernung aller Endometrioseherde unter Schonung der befallenen Organe. Dies wird durch die laparoskopische Mikrochirurgie erreicht.
Diese Operation ist bei Endometriose ein spezialisierter Eingriff, der einen erfahrenen Operateur erfordert.

Leider sind vor allem bei ausgedehntem Endometriosebefall auch Risiken und Komplikationen der OP zu beachten, die zwar selten eintreten, über die wir jedoch immer aufklären wollen:

  • vor allem Verletzung der befallenen oder benachbarten Organe wie Harnblase, Harnleiter, Dünn- oder Dickdarm

Sie werden über die Hintergründe der Erkrankung, die Operation und die Besonderheiten nach der OP ausführlich aufgeklärt.

Bild: Mögliche Lokalisationen von Endometrioseherden
Mögliche Lokalisationen von Endometrioseherden

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