Fruchtwasseruntersuchung (Amniocentese: AC)

  • ab der 15. Schwangerschaftswoche

Bei dieser Untersuchung wird mit einer feinen Nadel über die Bauchdecke die Fruchthöhle punktiert und etwa 15 – 25 ml Fruchtwasser entnommen. Die Gefahr einer Verletzung des Embryos ist sehr gering, da die Untersuchung unter permanenter Ultraschallkontrolle durchgeführt wird.

Im Fruchtwasser schwimmen kindliche Zellen, die in einem humangenetischen Labor angezüchtet und vermehrt werden. Diese Zellen werden anschließend auf den Chromosomensatz oder andere Fragestellungen untersucht.

Das Ergebnis liegt etwa 14 Tage nach der Punktion vor.

Heute steht auch eine Schnelltestmöglichkeit auf die wichtigsten Trisomien zur Verfügung, die innerhalb von 48 Stunden ein Resultat liefert. Dieses ist zuverlässig, jedoch nicht so aussagekräftig wie die reguläre Untersuchung, die etwa 2 Wochen dauert. Aus diesem Grund wird immer neben dem Schnelltest auch die Langzeituntersuchung durchgeführt.

Das Risiko der Fruchtwasseruntersuchung liegt darin begründet, dass man mit der Nadel eine kleine Verletzung der Fruchtblase verursacht wird, die sich selbstständig wieder verschließen muss. Geschieht dies nicht, kann zu einem Blasensprung mit dem Risiko einer Fehlgeburt kommen.
Das Risiko liegt etwa bei 1:100.

Bild: Amniozentese-Nadel bei der Punktion in mit der Spitze in der Fruchthöhle. Der Fet[](Kind) ist nicht zu sehen, so dass eine Verletzung ausgeschlossen[]ist.
Amniozentese-Nadel bei der Punktion in mit der Spitze in der Fruchthöhle. Der Fet (Kind) ist nicht zu sehen, so dass eine Verletzung ausgeschlossen ist.

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